Der verlogene Kampf gegen den Hass -

Die politische Kaste in Berlin
will gar nicht abrüsten

von Markus Gärtner

 

Politik und Medien im Mainstream überschlagen sich bei dem Versuch, der AfD die Verantwortung für den Überfall auf die Synagoge in Halle und den Mord an zwei Menschen unter zu schieben. Worte gehen der Tat voraus, lautet der Hinweis beim Aufruf zur Mäßigung der politischen Rhetorik.

In den Medien wird derweil stets betont, der Mörder von Halle habe alleine gehandelt, sei aber vernetzt gewesen. Und wir lesen, beispielsweise im Spiegel, Deutschland sei ein Land, "in dem der Hass auf Andere mühelos vom Wahlkreuz auf die Vernichtung übergeht" und wie "aus der Hetze der Völkermord wurde". Wenn diese Verbindung so kurz ist, wieso hören wir dann Worte wie die folgenden aus dem Lager der etablierten Parteien? Herr Laschet fordert auf dem Deutschlandtag der Jungen Union, die AfD "bis aufs Messer" zu bekämpfen. Und Burkhard Lischka von der SPD beleidigt Jörg Meuthen, er sei "noch dümmer als Hitlers Reitpferd ... und das war ein Esel".

Das gute und gerechte Deutschland, das nach eigenen Angaben auf der "richtigen" Seite steht, macht politische Gegner mit rabaukenhaften Äußerungen madig und lebt seinen ganz eigenen Hass aus, verlangt aber im selben Atemzug eine Mäßigung in der öffentlichen Debatte. Das zeigt uns, wie ernst die mahnenden Hinweise an die politische Opposition gemeint sind und wie wenig die politische Kaste an einer Abrüstung der Worte interessiert ist. Dass sie trotzdem Warnungen ausspricht, zeigt, dass es ihr lediglich um Instrumentalisierung geht, um die Verteufelung der Opposition, die ihr bequemes Leben in der Berliner Blase stört.

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