Vom Winde verweht – Die verheerende Leidenschaft
von Angela Merkel und Emmanuel Macron

von Martin Sieff

Übernommen vom Blog der Strategic Culture Foundation am 6. März 2019

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron haben ihre einst großen Nationen unter den Bus geworfen, während Wut, Frustration, Armut und Angst auf den Straßen Westeuropas ausbrechen. Aber Merkel und Macron sind nicht betroffen: Sie haben nur Augen füreinander. Ihre gegenseitige Wertschätzung und uneingeschränkte Unterstützung für die katastrophale Politik des jeweils anderen ist ungebrochen.

Merkel ist seit über 13 Jahren an der Macht und alt genug, um Macrons Mutter zu sein. Macron ist ein Neuling von weniger als zwei Jahren an der Macht, allerdings mit einem aufgeblähten Selbstwertgefühl, das so lächerlich ist wie die Comicfigur von Mr. Toad im britischen Kinderbuch „Der Wind in den Weiden.“

Merkel und Macron teilen die gleichen Annahmen, wurden von den gleichen Kräften aufgebaut und werden von denselben wertlosen Experten endlos gefeiert und betrügerisch gelobt.

Viele Gemeinsamkeiten verbinden die beiden

Beide sind arrogante, elitäre Intellektuelle. Beide verringern aus Überzeugung die sozialen Funktionen und Verantwortlichkeiten des Staates gegenüber den Schwachen und Armen. Beide sind sich einig, dass der Staat großen nationalen Unternehmen helfen und diese schützen sollte und dass die Menschen in der Regel einen schlechten zweiten Rang einnehmen: Tatsächlich nehmen sie in den Augen von Merkel und Macron gar keinen Rang ein.

Beide glauben, dass sie und ihre Regime die absolute Vollkommenheit darstellen und überall auf der Welt, wenn möglich sofort, kopiert werden müssen. Merkel will den Regimewechsel im Osten, in ganz Eurasien, vorantreiben. Macron träumt in seinem falschen Mussolini-Stil davon, der neo-napoleonische, weise Führer des Mittelmeers zu sein und die Neugestaltung des Maghreb in Nordafrika und im arabischen Nahen Osten in die Hand zu nehmen.

Beide Führer sehen sich als selbstlose, visionäre Internationalisten und betrachten die Präsidenten Donald Trump in den Vereinigten Staaten und Wladimir Putin in Russland mit strenger Abneigung, weil diese die Interessen ihres jeweils eigenen Volkes in den Vordergrund stellen.

Sowohl Merkel als auch Macron haben eine herablassende Verachtung für ihre eigenen Völker und glauben, dass die einheimische Bevölkerung so schnell wie möglich die Injektion von Millionen von Einwanderern aus der ganzen Welt benötigt. Keiner von ihnen kümmert sich um die Werte der christlichen Zivilisationen, die ihre Nationen mehr als ein Jahrtausend lang aufgebaut und verkörpert haben. Stattdessen verachten sie offen diejenigen, die ihr nationales Erbe ernst nehmen.

Die gruselige Anziehungskraft zwischen der alternden deutschen Kanzlerin und dem jungen französischen Präsidenten

Die gruselige Anziehungskraft zwischen Merkel und Macron

Aber es gibt auch eine seltsame, ja gruselige gegenseitige Anziehungskraft zwischen der alternden deutschen Kanzlerin und dem (angeblich) jungen und dynamischen französischen Präsidenten.

Keiner von ihnen hatte jemals Kinder. Merkel spielt gerne die weise und erfahrene Staatsfrau mit jüngeren, unreifen Weltführern, die ihre oberflächlichen modischen Annahmen teilen. Barack Obama aus den Vereinigten Staaten füllte diese Rolle für sie. Und Obama, dessen Unwissenheit über Angelegenheiten außerhalb der Grenzen der USA sprichwörtlich war, würdigte eifrig ihre Herablassung.


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Als Obama das Weiße Haus verließ, lobte er Merkel denkwürdig als seine beste Freundin unter den Weltführern. Dieser Kommentar verblüffte den britischen Premierminister David Cameron. Dessen PR-Maschine hatte sechs Jahre lang das Märchen verbreitet, dass er Obama auf der Weltszene am nächsten stand.

Macron fühlte sich immer zu älteren Frauen hingezogen. Seine Frau ist 24 Jahre älter als er. Und sie trafen sich, als sie seine Lehrerin in der High School war. In den Vereinigten Staaten und Großbritannien wäre eine so schräges Paar Futter für die Boulevardzeitungen gewesen. Der National Enquirer und die Daily Mail hätten mit lüsternen Spekulationen über die Art ihrer Beziehung jahrelang Schlagzeilen produziert. In Frankreich, wo keine menschliche Neigung die Leute überrascht, nehmen sie so etwas hin.

Dennoch ist für Macron die Linie von seiner Frau bis zu Merkel so konsequent wie Merkel ihrerseits Obama durch Macron als den bewundernden jungen Schüler und Lieblingsneffen ersetzt.

Das erinnerungswürdigste Bild, das die seltsame Paarung Merkel-Macron wachruft, ist jedoch ein älteres. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurde in Hollywood der populärste Liebesfilm aller Zeiten gedreht: „Vom Winde verweht“, ein vor Tränen triefendes Melodrama leidenschaftlicher Liebe zwischen privilegierten weißen Rassisten in der Hochzeit des amerikanischen Südens vor dem Bürgerkrieg.

Beide scheren sich einen Dreck um die Folgen ihres Handelns

Der betrügerische Spieler und die Herrschsüchtige

Es ist keineswegs eine Übertreibung, Macron als den skrupellosen, eher betrügerischen, aber immer rasanten Spieler Rhett Butler und die herrschsüchtige Kaiserin Merkel anstelle der britischen, feurigen, herrschsüchtigen Schönheit Vivien Leigh als die fesselnde Nervensäge Scarlett O‘Hara zu sehen. Wie Kaiserin Angela musste auch Scarlett immer ihren eigenen Weg gehen.

In „Vom Winde verweht“ überlebt die stürmische, geradezu verrückte Leidenschaft zwischen Rhett und Scarlett, während die gesamte Gesellschaft des rassistischen Sklavenstaates im Süden um sie herum völlig einstürzt. Am Ende brennt die Stadt Atlanta, aber die feurige Leidenschaft von Rhett und Scarlett überlebt, auch wenn die beiden voneinander getrennt sind.

Die Städte Frankreichs und Deutschlands könnten dank der verheerenden Politik von „Rhett“ Macron und „Scarlett“ O‘Merkel schon bald brennen. Aber man kann fest darauf wetten, die beiden werden die Folgen ihres eigenen Handelns nicht wahrhaben wollen. Um die Worte von Rhett Butler zu bemühen, mit denen der Film endet: weder Merkel noch Macron scheren sich einen Dreck darum.