Der Schutz der Freiheit

von Dieter Schönecker

 

Hinweis der Redaktion: Dass die Meinungsfreiheit bei uns immer weiter eingeschränkt und durch ein linkes Meinungsdiktat ersetzt wird, ist bekannt. Ebenso die Tatsache, dass selbst die Universitäten, traditionell ein Hort freier Forschung und Rede, auch zunehmend unter der Verengung des Meinungskorridors und dem wachsenden Druck der Politischen Korrektheit leiden.

Der Philosophie-Professor Dieter Schönecker von der UNI Siegen beschreibt in einem aktuellen Beitrag für das Magazin Schweizer Monat im Rahmen eines Schwerpunkts über "Medien und Diskussionskultur" seine ganz eigenen Erfahrungen zu diesem ebenso brisanten wie gefährlichen Trend.

Wir zitieren hier den ersten Absatz und verweisen Sie freundlich auf den vollständigen Artikel im Schweizer Monat

 

Es war so: Im März 2018 wurde die Leitung der Universität Siegen von mir in Kenntnis gesetzt, dass Marc Jongen von der «Alternative für Deutschland» (AfD) und SPD-Mitglied Thilo Sarrazin (im Folgenden: J&S) im Rahmen meines Seminars «Denken und denken lassen» Vorträge halten werden. Der Dekan äusserte Bedenken. Im September 2018 untersagte er mir die Verwendung meiner Mittel zur Einladung von J&S; später liess er mich wissen, nur die Verwendung von Fakultätsmitteln für Honorare und Spesen sei verboten. Bald darauf allerdings erhielt ich einen Brief von Dekan und Rektor, in dem mir die Verwendung aller universitären Mittel untersagt wurde. Der damit verbundene Widerspruch – durfte ich nur keine Fakultätsmittel oder gar keine Mittel verwenden? – blieb trotz wiederholter Nachfragen ungelöst.

Es kam zu einer ganzen Serie von Stellungnahmen, Leserbriefen und Interviews durch Dekan und Rektor, denen ich wohl entnehmen sollte, dass ich keine Fakultätsmittel verwenden dürfe, dafür aber andere. Die Sache wurde öffentlich, spitzte sich nicht nur diskursiv zu und sorgte deutschlandweit für eine Debatte um die Redefreiheit von Denkern, die aus einer politischen Sphäre kommen, die in geisteswissenschaftlichen Fachbereichen heute eher die Ausnahme ist: aus konservativen oder rechtskonservativen Kreisen. So waren neben J&S auch Norbert Bolz und Egon Flaig eingeladen, die allerdings kaum Zielscheibe der Attacken wurden ...

 

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