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Deutschland im Strudel der Geopolitik

von Markus Gärtner


Das politische und wirtschaftliche Machtgefüge auf der Welt verschiebt sich zusehends, und die deutsche Wirtschaft bekommt das aufgeladene Spannungsfeld immer stärker zu spüren. Das jüngste Opfer ist der Siemens-Konzern, der im September und Oktober einen dicken Milliardenauftrag zur Modernisierung des irakischen Stromnetzes sicher wähnte, bis die US-Regierung so vehement in Bagdad intervenierte, dass ein Berater der dortigen Regierung von einer „vorgehaltenen Waffe“ sprach. Die Administration von Donald Trump erinnerte die irakische Regierung dem Vernehmen nach daran, dass seit dem Umsturz gegen Saddam Hussein 7.000 US-Soldaten in dem Land gestorben seien. Der Wink mit dem Zaunpfahl der Supermacht gefährdet zumindest einen Teil des Deals mit führender deutscher Technologie. Immerhin konnte der Siemens-Konzern am 21. Oktober jedoch vermelden, mit dem Irak eine Absichtserklärung unterzeichnet zu haben.

Rund um den Globus geraten deutsche Interessen, vor allem auch Wirtschaftsinteressen, unter Druck, weil Protektionismus, regionale Spannungen wie im Nahen Osten und Zentralasien sowie geostrategische Verschiebungen zunehmen und die USA im Kampf gegen den Verlust von Einfluss mit wachsender Vehemenz ihre nationalen Interessen verteidigen. Obwohl die Europäer das Atomabkommen mit dem Iran nach dessen Aufkündigung durch die USA retten wollen – und dafür eigens eine Zweckgesellschaft gründen – brachen die deutschen Exporte in den Iran seit der Ankündigung von Trump im Mai 2018 um fast ein Fünftel ein. Weil Washington, so gut es geht, die internationalen Kapitalströme mit dem Iran unterbindet, funktioniert nicht einmal mehr der Zahlungsverkehr mit iranischen Banken. Die verbliebenen Geschäfte der deutschen Wirtschaft mit dem Iran finden quasi im Würgegriff der USA statt.


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Eine Chance gegen das Imperium?

Wer versucht, derartige US-Hürden zu umgehen und dabei nach europäischem Recht nicht illegal handelt, kann dennoch leicht in jenes Minenfeld geraten, das die USA auslegen, um überall, wo in US-Dollar gehandelt oder transferiert wird, die nationale Jurisdiktion der USA zur Geltung zu bringen. Die Weltleitwährung wird hier als Waffe eingesetzt, um die Gerichtsbarkeit der USA weit über die Grenzen international auszudehnen. Die Deutsche Bank musste 2015 aus diesem Grund eine Strafe in Höhe von 258 Millionen Dollar in den USA zahlen, wegen verbotener Geschäfte mit Iran und Syrien, wie damals der Vorwurf in Washington lautete.

Enormen Druck üben die USA auch aus, um den Bau der Gaspipeline Nordstream 2 zu verhindern. Sie soll Gasimporte aus Russland nach Deutschland durch eine zweite Verbindung verdoppeln. Doch was der Versorgungssicherheit des hiesigen Marktes dienen soll, ist den USA – die selbst mehr Gas nach Europa verkaufen wollen – ein Dorn im Auge. Der Druck aus Washington gegen das Projekt ist immens.


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Der Krieg im Verborgenen...

Ein weiteres Beispiel sind die westlichen Sanktionen gegen Russland auf Druck der USA. Von den Gesamtverlusten westlicher Firmen im Handel mit Russland, die allein 2015 auf 44 Milliarden US-Dollar geschätzt wurden, entfallen 90 Prozent auf die EU. Deutsche Unternehmen erleiden dabei den größten Schaden. Die USA führen einen unerklärten Wirtschaftskrieg gegen Deutschland. Zu den Attacken gehören gezielte Wirtschaftsspionage, deren Erkenntnisse dem US-Justizministerium und der Börsenaufsicht SEC zur Verfügung gestellt werden, dazu Milliardenstrafen gegen hiesige Unternehmen, das Ausbremsen deutscher Konkurrenz mit diplomatischen Mitteln und schroffen Drohungen im Hintergrund sowie gezielte Angriffe auf deutsche Konzerne, die den Wettbewerbern in den USA zu stark zusetzen, darunter der Autohersteller VW.


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Eine seit Jahrzehnten verfolgte Agenda

Prof. Dr. Max Otte wird sie auf seiner Seminartour 2018 ausführlich erläutern. Er will Einblicke verschaffen in das Hintergrundwissen, das an den US-Universitäten seit je her unter dem Begriff der „Politischen Ökonomie aus realistischer Sicht“, der Machtpolitik, gelehrt wird. Denn all das, was hier in Deutschland längst als „Verschwörungstheorie“ diffamiert wird, wird in den USA als kritische Wissenschaft geachtet und publiziert.

Robert Gilpin, Professor an der Princeton University, hat darüber geschrieben. Aber er ist nicht der einzige. Max Otte möchte dieses Wissen an Sie, werte Leser, weitergeben. Und er möchte mit Ihnen diskutieren und streiten: Für eine gute Zukunft unseres schönen Landes.

Am 28. November 2018 referiert Prof. Dr. Max Otte in Ulm. Hier können Sie Ihr Ticket erwerben.

Herzlichst,

Ihr

Markus Gärtner

Chefredakteur Der Privatinvestor Politik Spezial


Beeilen Sie sich!

Die ersten 30 Besteller erhalten GRATIS das Buch
Der neue Tugendterror von Dr. Thilo Sarrazin!


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Hier finden Sie alle Termine der Seminartour 2018 von Prof. Dr. Max Otte.


Was heute als „Verschwörungstheorie“ gilt, war vor wenigen Jahren noch eine ernstgenommene Wissenschaft: Die geographischen Gegebenheiten führen zu sehr konkrenten machtpolitischen Überlegungen und Initiativen – mit ernsten Konsequenzen für die bürgerliche Gesellschaft. Deutschland hat hier aufgrund seiner Mittellage in Europa eine denkbar schlechte Ausgangsposition. Die Entwicklung der Globalisierung stellt unser Land vor diesem Hintergrund auf die Probe...

Datum

Ort

Thema

13.10.2018

Köln, Hotel Pullman

Rückblick auf das Börsenjahr 2017/18 und Anlageperspektiven 2019

29.10.2018

Görlitz

Der goldene Boden des Handwerks? Wirtschaftsperspektiven für Deutschland und die Lausitz

30.10.2018

Bautzen

Deutschland im Spannungsfeld von Globalisierung und Geopolitik

31.10.2018,
19 Uhr

Dresden, Hotel Hilton

Deutschland im Spannungsfeld von Globalisierung und Geopolitik

01.11.2018

Berlin, Hayek-Club

Private Veranstaltung

28.11.2018,
19 Uhr

Ulm, Hotel Ulmer Stuben

Deutschland im Spannungsfeld von Globalisierung und Geopolitik

29.11.2018,
19 Uhr

München, Hotel Bayerischer Hof

Anlageperspektiven 2019

04.12.2018,
19.30 Uhr

Köln, Universität Hörsaalgebäude
Hörsaal A1

Deutschland im Spannungsfeld von Globalisierung und Geopolitik

10.12.2018,
19 Uhr

Hamburg, Saalhaus der
Patriotischen Gesellschaft

Deutschland im Spannungsfeld von Globalisierung und Geopolitik


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