Die CDU in der strategischen Falle

und AKK in der schwarz-blauen Mühle

von Markus Gärtner

 

Der Himmel ist hoch, der Kaiser ist weit, pflegen die Chinesen zu sagen. Im Klartext heißt das: Was die in der fernen Hauptstadt Peking beschließen, muss hier vor Ort ja nicht gelten. Diese Erkenntnis bringt jetzt auch AKK endgültig ins Wanken.

Kaum hat die CDU-Vorsitzende auf Merkels Gnaden verkündet, eine Kooperation mit der blauen Partei werde es nicht geben, da beschließen CDUler im mecklenburg-vorpommerschen Penzlin, auf der kommunalen Ebene mit der AfD die Kräfte zu bündeln.

AKK ist keine Kaiserin, das wissen wir. Sie ist auch keine starke Parteivorsitzende. Sie hat einfach nicht das Zeug, eine Partei zuführen: kein Charisma, keine Führungsqualitäten, keine Überzeugungskraft - und auch keine Welterfahrung.

Das macht es den Zentrifugalkräften in der massiv nach links verschobenen Partei nun einfacher, lokal ein eigenes Süppchen zu brauen. Aus dieser kommunalen Soße wird jedoch schon bald - spätestens nach den Landtagswahlen in Ostdeutschland - ein brisantes Gebräu, das AKK verschlingt und die CDU sich auf ein paar alte Werte besinnen lässt, die sie einmal ausgemacht haben.

Doch dann wird es zu spät sein. Die große Mehrheit derer, die der CDU aus Enttäuschung und Verzweiflung über ihren verheerenden Kurs den Rücken gekehrt haben, werden nicht mehr zurückkehren. Sie sind für immer verloren - an eine Partei, die schon im Herbst zur stärksten in Ostdeutschland aufsteigen dürfte. Dann wird es heißen: der Himmel ist blau. Und auf dem Thron wird fortan jemand anderes sitzen.

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