Die Deutschen und ihre ideologischen Straßenräuber

So wird der "Michel" langsam gekocht

von Markus Gärtner

Sie melken uns und quetschen uns aus, bis entweder die Taschen leer sind oder zuvor schon der Siedepunkt erreicht wurde und die angestaute Wut von Steuerzahlern und Sparern sich in einem furchtbaren Exzess entlädt. Man muss sich das vorstellen wie einen Gletscher, der jedes Jahr nur ein paar Zentimeter in Richtung Tal kriecht. Bis dieser riesige Strom aus Eis eines Tages zu sehr aufgeweicht ist oder zu stark unter Spannung steht und in einem gewaltigen Rutsch ins Tal rast - und dort alles begräbt.

SUV-Steuer, CO2-Steuer, jetzt noch eine höhere Fleisch-Steuer: das drohen uns Politiker knapp 2 Monate vor entscheidenden Landtagswahlen an, vor denen sie sich auch ohne ihre hirnrissigen Ideen schon bis ins Mark fürchten. Was also drängt sie dazu? Pure Not und Panik, kann man nur schlussfolgern. Denn in dieser Woche wird auch noch bekannt, dass jetzt Schluss ist mit der angeblichen "Schwarzen Null", dass jetzt wieder Defizite den Bundeshaushalt bestimmen werden, was in den vergangenen Jahren ja nur deshalb nicht der Fall war, weil viele Verbindlichkeiten versteckt oder in die Zukunft verbucht wurden.

Eine politische Kaste, die mit dem Rücken zur Wand steht und trotzdem den Bürgern und Wählern die nächsten Grausamkeiten um die Ohren haut - zunächst verbal, dann tatsächlich - die weiß, dass ihre Tage gezählt sind. Das ist auch der Grund, warum sie sich mit einem tiefen Graben um den Bundestag vor den Folgen ihres eigenen Tuns schützen will. Die drohenden zusätzlichen Steuern sind dabei nur EINER von vielen Aufregern, die die Menschen in diesem Land zur Weißglut treiben. Die vielen Tempo-Blitzer, die sich wie ein Krebsgeschwür im Endstadium ausbreiten, sind ein weiteres. Um 250% hat deren Zahl seit Beginn des vergangenen Jahrzehnts zugenommen.

Ganz klar, wir werden von Straßenräubern regiert, die uns nicht mehr als Menschen und Bürger sehen, sondern nur noch als tiefe Taschen, in die man beherzt und ohne Scham greifen kann, um die links-grüne Zukunfts-Ideologie zu verwirklichen. Die CDU macht bei alledem fleißig mit und beweist so, dass das ganze Gerede vom Zurückgewinnen verlorener Wähler nicht einmal ein Lippenbekenntnis ist. Es ist eine einzige Wählertäuschung, ein Spruch für die Galerie von Menschen, die man für zu dämlich hält, dieses irrsinnige Treiben zu durchschauen.

Und das wird sich in nicht allzu ferner Zukunft bitter rächen. Denn so wie sich die Taschen leeren, bläht sich die Galle auf.

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