Die Elite in Venezuela sieht
das Land als Plünderungsgebiet

Willy Wimmer im Gespräch mit "Pars Today"

 

 

Willy Wimmer hat dem Radioprogramm Pars Today ein Interview zur Lage in Venezuela gegeben und dabei die Wurzeln der Krise wie auch die Rolle des Westens kommentiert. Wimmer beklagt in dem Gespräch "Verhältnisse wie bei den britischen Seeräubern im 18. Jahrhundert." Nachfolgend ein Zitat daraus ...

Ich bin in den zurückliegenden 15 Jahren ziemlich oft in Lateinamerika und auch in Venezuela gewesen und habe die Entwicklungen an Ort und Stelle sehr gut beobachten können, auch als Wahlbeobachter in Zusammenhang mit der Organisation zur Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Die venezolanische Gesellschaft ist tief gespalten. Das hat man immer wieder gesehen. Und es ist auch eine Auseinandersetzung zwischen der ehemals spanisch ausgerichteten Elite und der sogenannten indigenen Bevölkerung. Man muss natürlich als drittes sehen, dass die Elite in Venezuela im Wesentlichen das Land als Plünderungsgebiet ansieht. Die plündern Venezuela und leben in Miami in Florida.

Die wenigsten fühlen sich dem Land selber verpflichtet. Und dann haben wir als weiteres natürlich die Komponente, dass Venezuela offensichtlich in den zurückliegenden Jahrzehnten als Herrschaftsgebiet bestimmter Kräfte der demokratischen Partei der Vereinigten Staaten angesehen worden ist und man vor diesem Hintergrund auch derzeit eine Auseinandersetzung zwischen Demokraten und Republikanern in Amerika sehen muss, bezogen auf Venezuela. Also,  da kommen viele Dinge zusammen, die einem eigentlich leidtun. Denn Venezuela ist ja ein schönes Land, ein reiches Land und das ist möglicherweise auch Teil seines Schicksals, dass sie jetzt manifestiert in den Dingen,  die Sie beschrieben haben.

Das ganze Interview kann man hier nachlesen.


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