Feindliche Übernahme?

Die Kölner Geiselnahme zeigt,
was in Deutschland falsch läuft

von Prof. Dr. Max Otte


Gestern am späten Nachmittag stoppte das SEK einen Geiselnehmer am Kölner Hauptbahnhof. Dieser hatte zuvor keinerlei Zweifel an seinen Absichten gelassen. Er setzte die Schuhe und Beine eines 14-jährigen Mädchens mit einem Molotow-Cocktail in Brand und rannte dann in die gegenüberliegende Apotheke. Hier verschanzte er sich mit einer weiblichen Geisel in den hinteren Räumen. An der Frau befestigte er, laut Angaben der Polizei, mehrere Camping-Gaskartuschen.

Nach Ende des Dramas fand die Polizei in der Apotheke einen Aufenthaltstitel der Stadt Köln, ausgestellt auf einen polizeibekannten 55-jährigen Syrer. Ob es sich bei dem Täter auch um den Besitzer dieses Dokuments handelt, ist nach Polizeiinformationen noch nicht ermittelt. Der Inhaber des Aufenthaltstitels ist jedoch seit 2016 aufgrund verschiedener Delikte wie Diebstahl und Bedrohung bekannt. Ihm wird nachgesagt, zumindest Sympathisant der Terrorgruppe IS zu sein.


sarrazin übernahme

Mit steigenden Flüchtlingszahlen wächst das Konfliktpotenzial

Nicht nur viele Kölner merken es... In ganz Deutschland spüren die Menschen, dass Gewalt und Verbrechen zunehmen. Und dabei hätte dieses Problem frühzeitig begrenzt werden können …

Nur eine Woche nach der erklärten Öffnung der Grenzen für Flüchtende im September 2015 stand die Bundesregierung bereits kurz davor, eine Kehrtwende zu vollziehen und zum ersten Mal seit langem wieder allgemeine Personenkontrollen an deutschen Außengrenzen einzuführen. Die Vorbereitungen für die Grenzschließung waren bereits abgeschlossen. Tausende Polizeibeamte wurden an die deutsch-österreichische Grenze verlegt, wo sie jeden, der ohne Pass einreisen wollte, abweisen sollten. Der Zugverkehr zwischen Österreich und Deutschland sollte für 20 Stunden komplett ausgesetzt werden, und anschließend sollten auch die Passkontrollen im Zug wieder eingeführt werden. Zur Umsetzung fehlte nur noch der endgültige Befehl. Dieser lag schon fertig geschrieben in der Schublade und besagte eindeutig: Wer nicht einreiseberechtigt ist, soll „auch im Falle eines Asylgesuches“ zurückgewiesen werden. Doch Merkel scheute sich schließlich, angesichts der Refugee-Welcome-Euphorie in der Bevölkerung einen klaren Schnitt zu machen und weitere Flüchtende abzulehnen. Und so blieb die Grenzöffnung bestehen.

Ende des Sommers 2015 war das Thema Flüchtende plötzlich überall in den Medien präsent und die Lage spitzte sich zu. Angesichts der steigenden Zahlen von Geflüchteten forderten führende CDU-Politiker eine Einschränkung des Asylrechts.

Die politische Lage erinnerte mich und viele andere altgediente CDUler an die frühen 90er-Jahre

1993 reagierte die CDU mit Unterstützung der SPD mit einer Änderung des Grundgesetzes, die das Grundrecht auf Asyl radikal einschränkte. Durch die neue Drittstaatenregelung wurden Asylverfahren in Deutschland nahezu aussichtslos, sodass die Zahl der ankommenden Geflüchteten rapide sank. Auch 2015 forderten namhafte CDU-Politiker eine erneute Beschneidung des Asylrechts. Die Kanzlerin allerdings lehnte eine weitere Einschränkung kategorisch ab.


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Sie entschied sich am 5. September 2015 für eine andere Strategie. An diesem Tag brachen Tausende in Ungarn festsitzende Flüchtlinge spontan zu Fuß auf der Autobahn in Richtung Österreich und Deutschland auf. In der Nacht traf Merkel eine weitreichende Entscheidung: Die Grenzen wurden temporär für Flüchtende geöffnet. Dazu erarbeitete das Auswärtige Amt ein juristisches Ad-hoc-Gutachten, dass die Aufnahme der marschierenden Flüchtlinge aufgrund einer Notlage gestattete.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán ergriff diese Gelegenheit, um die ungeliebten Schutzsuchenden loszuwerden. Er reagierte blitzschnell und schickte Hunderte Busse, um die Flüchtenden einzusammeln und an die Grenze zu bringen. Bei dieser Gelegenheit ließ er auch gleich die in ungarischen Lagern befindlichen Asylbewerber abtransportieren – mehr als 12.000 Flüchtende kamen am nächsten Tag in Deutschland an.

Unter den Flüchtenden sind nicht nur harmlose Schutzsuchende

Die Bedrohung durch islamistische Anschläge hat zugenommen. Es gibt heute mehr dschihadistische Gruppen als je zuvor. Europa steht am Beginn einer neuen Welle des Terrorismus.

Terror ist nichts Neues. Schon seit sehr langer Zeit ist er die Waffe derjenigen, die mit Gewalt für eine Sache kämpfen wollten, aber nicht die Möglichkeit hatten, dafür eine Armee auszurüsten. Einer der bekanntesten Experten für Terrorismus, David Rapoport, geht davon aus, dass sich eine Welle des Terrorismus immer aus einer radikalen sozialen und politischen Bewegung entwickelt. Dabei ist jede Welle die Sache einer Generation. Wenn sie nach 25 oder 30 Jahren ihr Ziel nicht erreicht hat, muss sich die Bewegung entweder neu erfinden oder sie wird durch eine andere ersetzt. Jede Welle ging bislang von einem bestimmten Land aus, hat aber auch Schaden in anderen Ländern angerichtet.


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Die neuen Dschihadisten

Die heutige Generation der Auslandskämpfer des IS rekrutieren sich aus einer salafistischen Gegenkultur, die über Jahre hinweg stark angewachsen ist und sich deutlich radikalisiert hat. Dabei gibt es verschiedene Gruppen von Unterstützern des IS in Europa. Die wichtigste Szene sind die Salafisten: Nicht jeder Salafist wird Dschihadist, aber fast jeder Dschihadist war vorher Salafist. Dabei handelt es sich um eine Bewegung, die ihren Mitgliedern Rebellion, Ordnung und Gemeinschaft bietet. Sie richtet sich vor allem an orientierungslose Menschen.

Unter den Unterstützern in Europa sind die einsamen Wölfe besonders gefährlich. Sie reisen nicht nach Syrien, um dort zu kämpfen und sind auch nicht besonders gut vernetzt. Das ist wichtig, damit sie die Sicherheitsbehörden nicht auf die Spuren von größeren Netzwerken führen. Trotzdem stehen sie ideologisch voll hinter dem IS. Die einsamen Wölfe verüben Terroranschläge im Alleingang oder in kleinen Gruppen. Vor allem seit der Westen im August 2014 begonnen hat, Luftangriffe auf den IS zu fliegen, hat sich dieses Schema durchgesetzt. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, weil relativ isolierte Einzeltäter viel schwieriger zu fassen sind.

Viele Menschen verschließen noch die Augen vor dieser Gefahr

Sie argumentieren, dass Einwanderung die Lösung für unser demografisches Problem sei: Wenn die Deutschen immer weniger Kinder bekommen, können Zuwanderer die Rettung für unseren Sozialstaat bedeuten. Doch das funktioniert nicht.

Thilo Sarrazin hat dies bereits vor einigen Jahren mit Fakten untermauert: 2007 lebten in Deutschland über 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, davon vermutlich fast sechs Millionen Muslime. Obwohl diese Gruppe also nicht einmal die Hälfte der Migranten ausmacht, gehen rund 70 Prozent aller Probleme in den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt und Kriminalität auf ihr Konto.


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Dass sie sich gar nicht erst integrieren wollen, verdeutlichte Sarrazin daran, dass sie fast nur untereinander heiraten. Nur 3 Prozent der Männer und 8 Prozent der Frauen mit türkischem Migrationshintergrund heiraten beispielsweise einen deutschen Partner. Besonders die „Importbräute“ haben nur sehr wenig Bildung genossen. 40 Prozent von ihnen sind weniger als sechs Jahre zur Schule gegangen, davon sind fast 10 Prozent Analphabetinnen.

Diese Einwanderer entlasten laut Sarrazin unser Sozialsystem nicht, sie belasten es. Die Migration mindert zwar die quantitativen Folgen des Geburtenrückgangs ab, doch sie trägt gleichzeitig dazu bei, dass der Anteil der ungebildeten Menschen in unserem Land steigt. Das wirkt sich negativ auf unsere Zukunftschancen aus.

In allen Ländern mit muslimischer Einwanderung sind dieselben Phänomene zu beobachten: Sie integrieren sich nicht in den Arbeitsmarkt, sind ungebildet, bekommen viele Kinder, grenzen sich räumlich ab, sind überdurchschnittlich religiös und kriminell. Auch nach zwei oder drei Generationen bleiben diese Probleme bestehen. So könne bei uns eine immer größere muslimische Unterschicht entstehen, die mehrheitlich von Hartz IV lebt und unsere öffentlichen Kassen belastet.

Migration ist nur der größte Konfliktherd in Deutschland

Unser schönes Land steht in Zukunft vor gewaltigen Herausforderungen. Hinter den hier nur angerissenen Problemfeldern stehen mächtige politische Interessen. Die Hegemonialmacht des Westens, die USA, sind bedacht darauf, ihre Einflussspähre zu verteidigen. Russland, Indien und vor allem China sollen mit aller Macht zurückgedrängt werden. Afrika und Eurasien spielen dabei entscheidende Rollen. Und Deutschland ist hier mittendrin …

Die Zukunft hält für uns hohe Hürden bereit

Dicke politische Bretter müssen gebohrt werden. Auf meiner Seminartour in diesem Herbst 2018 will ich einen Überblick geben über die Lage. Und ich will Einblicke verschaffen in das Hintergrundwissen, das an den US-Universitäten seit je her unter dem Begriff der „Politischen Ökonomie aus realistischer Sicht“, der Machtpolitik, gelehrt wird. Denn all das, was hier in Deutschland längst als „Verschwörungstheorie“ diffamiert wird, wird in den USA als kritische Wissenschaft geachtet und publiziert.

Robert Gilpin, mein Professor an der Princeton University, hat darüber geschrieben. Aber er ist nicht der einzige. Ich möchte dieses Wissen an Sie, werte Leser, weitergeben. Und ich möchte mit Ihnen diskutieren und streiten: Für eine gute Zukunft unseres schönen Landes.

Am 31. Oktober 2018 referiere ich in Dresden. Ich würde mich freuen, auch Sie dort begrüßen zu dürfen.

Hier können Sie Ihr Ticket erwerben.

Auf bald,

Ihr

Max Otte


Beeilen Sie sich!

Die ersten 30 Besteller erhalten GRATIS das Buch
Feindliche Übernahme von Dr. Thilo Sarrazin!


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Hier finden Sie alle Termine meiner Seminartour 2018.


Was heute als „Verschwörungstheorie“ gilt, war vor wenigen Jahren noch eine ernstgenommene Wissenschaft: Die geographischen Gegebenheiten führen zu sehr konkrenten machtpolitischen Überlegungen und Initiativen – mit ernsten Konsequenzen für die bürgerliche Gesellschaft. Deutschland hat hier aufgrund seiner Mittellage in Europa eine denkbar schlechte Ausgangsposition. Die Entwicklung der Globalisierung stellt unser Land vor diesem Hintergrund auf die Probe...

Datum

Ort

Thema

13.10.2018

Köln,
Hotel Pullman

Rückblick auf das Börsenjahr 2017/18 und
Anlageperspektiven 2019

29.10.2018

Görlitz

Der goldene Boden des Handwerks?
Wirtschaftsperspektiven für Deutschland und die Lausitz

30.10.2018

Bautzen

Deutschland im Spannungsfeld
von Globalisierung und
Geopolitik

31.10.2018

Dresden,
Hotel Hilton

Deutschland im Spannungsfeld
von Globalisierung und
Geopolitik

01.11.2018

Berlin,
Hayek-Club

Private Veranstaltung

28.11.2018

Ulm,
Hotel Ulmer Stuben

Deutschland im Spannungsfeld
von Globalisierung und
Geopolitik

29.11.2018

München,
Hotel Bayerischer Hof

Anlageperspektiven 2019

04.12.2018

Köln,
Universität

Deutschland im Spannungsfeld
von Globalisierung und
Geopolitik

10.12.2018

Hamburg,
Saalhaus der Patriotischen Gesellschaft

Deutschland im Spannungsfeld
von Globalisierung und
Geopolitik


Die geographischen Gegebenheiten unserer Erde bestimmen die Entwicklungen von Staaten sowie die internationale Politik mehr, als viele annehmen. Die außenpolitischen Handlungsoptionen aller Länder werden durch geographische Faktoren beeinflusst und begrenzt. Russland beispielsweise ist durch seine Geographie gut geschützt. Wer von Westen angreifen möchte, muss die riesige nordeuropäische Tiefebene durchqueren. Sie ist aufgrund ihrer Größe schwer zu verteidigen. Allerdings werden für einen Angreifer auf dem Weg nach Moskau auch die Nachschublinien unhaltbar lang – was unter anderem Napoleon feststellen musste.

Europa hat einige geographische Standortvorteile

Das Klima z.B. ist angenehm mild: Die Sommer sind warm genug, um viel Nahrung anbauen zu können, die Winter wiederum kalt genug, um Krankheiten wie Malaria zu verhindern und dennoch ist es nie so heiß oder kalt, dass die Menschen nicht arbeiten könnten.Es gibt zahlreiche Flüsse, Seen und natürliche Häfen. Durch die Flüsse wurde Europa schon früh durch Handelsrouten verbunden und durch die Häfen konnten die Europäer ihre Entdeckungsreisen starten. So entwickelten sich die verschiedenen europäischen Länder und Gesellschaften über viele Jahrhunderte relativ langsam und organisch. Seit der Völkerwanderung hat es keine größeren Umwälzungen der Bevölkerungsstruktur gegeben – das erklärt, dass es heute eine der friedlichsten Regionen der Welt ist.

Das Mississippi-Becken förderte den Aufstieg der USA zur Supermacht

In der Erfolgsgeschichte des Landes spielte diese riesige flache Ebene eine entscheidende Rolle. Nur durch sie konnten die USA wirklich zu den Vereinigten Staaten von Amerika werden. Der Mississippi und seine Nebenflüsse hielten das riesige Gebiet zusammen.

Das Land ist nicht nur voller fruchtbarer Böden, sondern wird zudem von so vielen schiffbaren Flüssen durchquert, dass es einfach und günstig war, Waren und Menschen kreuz und quer durch das Land zu transportieren. Das führte dazu, dass die Staaten eine gemeinsame Identität entwickelten und wirtschaftlich rasant wuchsen. Weitere Gebiete vervollständigten nach und nach das Territorium der zukünftigen Supermacht. Mit ihrem erwirtschafteten Reichtum erwarben die USA 1819 Florida und das Gebiet von Kalifornien bis Oregon und 1867 kauften sie Alaska von Russland ab. Nun reichte das Land von einem Ozean zum anderen und wurde endgültig zu einem der wichtigsten Akteure der internationalen Politik. Die USA konnten die Vorteile ihrer Lage ausnutzen und befinden sich heute in einer hervorragenden Position.

Was heute als „Verschwörungstheorie“ gilt…

… war vor wenigen Jahren noch eine ernstgenommene Wissenschaft: Die geographischen Gegebenheiten führen, wie beim Beispiel der USA, zu sehr konkrenten machtpolitischen Überlegungen und Initiativen – mit ernsten Konsequenzen für die bürgerliche Gesellschaft. Deutschland hat hier aufgrund seiner Mittellage in Europa eine denkbar schlechte Ausgangsposition. Die Entwicklung der Globalisierung stellt unser Land vor diesem Hintergrund auf die Probe.

Auf meiner Seminartour 2018 will ich darüber aufklären und Ihnen vermitteln, was seit jeher an den US-amerikanischen Universitäten gelehrt wird, in Deutschland jedoch zunehmend in Vergessenheit gerät…

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