Merz will es wissen: jetzt wird es duster

von Willy Wimmer

 

Friedrich Merz hat in seinen Interviews zum Wahlergebnis in Thüringen das gesagt, was nicht nur viele Mitglieder von CDU/ CSU denken. Das Wahlergebnis von Thüringen hat in dem Zusammenhang eine gewaltige und die in Deutschland herrschende politische Friedhofsruhe á la Merkel sprengende Aussagekraft. Die Wahlergebnisse für Linke, AfD und CDU sind auch Stimmen gegen die noch amtierende Bundeskanzlerin.

Das Ergebnis kann man wenden wie man will. Das kommt immer dabei heraus neben dem Umstand, daß hier eine Wahlentscheidung zwischen den Herren Ramelow und Mohring getroffen worden ist. Die Menschen in Deutschland versuchen jeden demokratischen Weg, es der in Berlin zu sagen.

Die Zeit ist längst abgelaufen. Selbst ein Hofblatt ließ vor Tagen verlauten, daß Frau Dr. Merkel offenbar in einer eigenen Welt lebe. Das ist kein Wunder, wie man Erklärungen von Herrn George Soros in der New York Times vor Tagen entnehmen konnte. Für Herrn Soros muß Präsident Trump weg, damit der Globalismus ab dem nächsten Jahr wieder weit ausholend tätig werden könne. Da die Bundeskanzlerin für dieses Konzept hinlänglich durch den „-Präsidenten-Globalisten“ ,Herrn Obama, geradezu als Statthalterin „gesalbt“ worden ist, muß sie es im Amt wenigstens bis zu diesem Zeitpunkt aushalten, sollten die Hoffnungen von Herrn Soros Realität werden.

Herr Merz war in diesen Tagen wohl der Ansicht, daß Deutschland unter den gegebenen Umständen zwei weitere Jahre „Merkel“ nicht würde verkraften können. Da laufen die Beurteilungslinien in interessanter Weise mit denen von Herrn Soros konform. Aber es kommt nicht nur darauf an.


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Breschen in die Rest-Kanzlerschaft

Die Aussagen von Herrn Merz machen deutlich, daß er bei seinen Angriffen auf die Regierungsspitze weniger an sich zu denken scheint, als in den Medien derzeit spekuliert wird. Er zieht vor dem CDU-Bundesparteitag Ende November alle Pfeile derjenigen, die zu Frau Dr. Merkel´ s letztem Aufgebot zählen, auf sich. Der Ministerpräsident aus Kiel, der jüngst noch eine Zusammenarbeit mit der Partei „die Linke“ versuchte hoffähig zu machen, führt neben Herrn Spahn diese Riege an.

Alle diese Namen sind deshalb interessant, weil sie eine Frage beantworten: cui bono? Herrn  Merz wird das nicht dienen, sollte er Ambitionen haben. Frau AKK ohnehin nicht, weil sie bereits „ durch zu sein“ scheint. Herrn Spahn in seinen Ambitionen auch nicht. Sonst hätte er sich nicht als einer der ersten Kämpfer vor die Bundeskanzlerin gestellt.

Die Einsicht von Herrn Merz und dem ihn tragenden Umfeld muß dergestalt sein, daß nur ein Ministerpräsident die Nachfolge von Frau Dr. Merkel sein kann. Er schießt also uneigennützig geradezu „Breschen“ in die Rest-Kanzlerschaft der Bundeskanzlerin.

Man wird es auf dem Bundesparteitag sehen. Wenn das von oben verordnete Schweigen in Anbetracht aller Umstände diesen Parteitag bestimmt, wird der CDU der Wähler kaum nachweinen.

Die Redaktion: Wir danken dem Autor Willy Wimmer ganz herzlich für die freundliche Überlassung seines Textes