Atlantischer Paukenschlag - 

Huawei fliegt aus Großbritannien raus

Von Willy Wimmer

  

 

Leider leben wir in einer Zeit, die nach der Ermordung des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy im Jahre 1963 in Texas damit leben muß, staatlicherseits über wichtige Entwicklungen belogen und betrogen zu werden. Die Staaten bedienen sich einer grandiosen Vernebelungstaktik, betrieben von in den jeweilgen Spitzenamtsstuben angesiedelten „Spin doctors“, hochbezahlte und regierungsamtlich tätige „Fälscher“. Sie stellen ihre Lügen auf den demokratischen Mechanismus ab, um mittels ihrer Verschwörungspraktiken die gewünschten Ergebnisse im Ablauf des Systems für die eigene Regierung oder das System der „Schlepptau“-Staaten zu bekommen. Formell soll beim Volksbetrug wenigstens alles in Ordnung sein. Die Art und Weise, wie Deutschland durch das „Trio Infernale, bestehend aus Schöder, Scharping und Fischer in den Krieg gegen Jugoslawien gelogen wurde, ist das deutsche Meisterstück der staatlichen“Lügenbarone“.

Dennoch wächst die Zahl derjenigen Bürgerinnen und Bürger, die komplexe internationale Sachverhalte aus eigenem Wissen in einer langen Friedensperiode eigenständig beurteilen können. Diese Menschen stehen in einem zunehmenden Widerspruch zu den Lügen und unzulänglichen Informationen, die ihnen staatlicherseits aufgetischt werden. Die demokratische Gesellschaft wehrt sich gegen Staatswillkür, die um sich schlägt und sich nur noch durch Diffamierung ganzer Bevölkerungsgruppen zu helfen weiß. In Anbetracht der nationalen und internationalen Machtstrukturen kann man sich geradezu ausrechnen, wo das enden wir. So nahe an totalitären Strukturen sind wir nach 1945 noch nicht in den ganzen Jahrzehnten gelandet. Es steht uns etwas ins Haus, da muß man nicht wetten.

An der Schwelle des Dritten Weltkriegs

Im internationalen Bereich sieht es nicht anders aus. Spätestens mit zwei Ereignissen Anfang März 2020, also vor wenigen Wochen, sind wir an die Schwelle des Dritten Weltkrieges geführt worden. Am 3. März 2020 wurde höchstrangig in Beijing verlautbart, daß die uns alle heimsuchende Seuche im Oktober 2019 durch amerikanische Soldaten nach Wuhan eingeschleppt worden sei. Diese waren dort, wie die Bundeswehr auch, Teilnehmer von sogenannten Militärfestspielen. Die Retourkutsche kam einen Tag später, als der amerikanische Präsident Trump China für diese Globalseuche verantwortlich machte. Hunderttausende Tote weltweit später, davon alleine hundertausend Tote in USA, hat dieser Spitzenschlagabtausch besonderes Gewicht erhalten. Bei 9/11 waren es mehrere tausend Opfer, vorwiegend in New York, die als Begründung für Kriege herangezogen worden waren.

Die globalen wirtschaftlichen Schäden sind so gravierend, daß ganze Generationen sich fragen müssen, wie sie davon jemals wieder runterkommen werden.


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Der Paukenschlag am letzten Wochenende in London

Fast zeitgleich ist der russische Präsident Putin hingegangen und hat durch die Öffnung der Weltkriegsarchive und die Verlegung der Weltkriegsfestivitäten auf den 3. September 2020 das Augenmerk auf den ganzen Globus in Zusammenhang mit zwei Weltkriegen gelenkt und damit die USA so angeleuchtet, wie es bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg mittels der berühmten „Christbäume“ geschah. Rechtzeitig, bevor die Auseinandersetzungen mit China auf die Spitze getrieben werden, gerät die Rolle der USA während der Zeit zwischen 1900 und 1945 in den Focus, auch die Art und Weise, wie sie durch Sanktionen erst den Weg in den Krieg ermöglicht und sichergestellt hatten.

Der Paukenschlag jetzt für den Weg, den wir in den „Schlepptau-Staaten“ zu gehen haben, fand allerdings an diesem letzten Wochenende in London statt. Jetzt kann man versuchen, das in den Auswirkungen zu vergleichen. London war immer das Testbett für die ganz großen Dinge. Das konnte man im Dezember 1936 sehen, als der damalige britische König, Edward VIII, dem nationalsozialistischen Deutschland überaus aufgeschlossen, wie weite Teile der antikommunistisch eingestellten britischen Elite, auf den Thron zwangsweise verzichten mußte.

Der Sender „Arte“ hat jüngst über die Rolle Beijings in London höchst informativ berichtet. Danach kann jetzt der Rauswurf des chinesischen Großkonzerns aus England durch den Premier Johnson für den weiteren Weg der Welt und auf amerikanischen Druck nur in der Dimension so bewertet werden, wie dieses Ereignis im Dezember 1936 im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges. Mal sehen, wie unter diesen Umständen die „Gefolgschaft“ in Berlin hergestellt wird?

Die Redaktion: Wir danken Willy Wimmer ganz herzlich für die Überlassung seines Textes.