Kubicki kritisiert RKI scharf -

Zahlen wirken ’politisch motiviert’

Von Wolfgang Effenberger

 

Am 28. April 2020 kritisierte der stellvertretende FDP-Vorsitzende und Vizepräsident des Bundestages, Wolfgang Kubicki, das Robert Koch-Institut und seinen Präsidenten Lothar Wieler wegen der regelmäßig verbreiteten Corona-Zahlen scharf. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte er, diese Werte „vermitteln eher den Eindruck, politisch motivierte Zahlen zu sein als wissenschaftlich fundiert“.

Kubicki wies insbesondere auf die Reproduktionszahl hin, die nach RKI-Angaben bundesweit von 0,9 auf 1,0 gestiegen ist. Dieser R-Wert gibt an, wieviel Menschen ein Coronavirus-Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Ein Wert unter 1,0 signalisiert, dass die Pandemie im Abflauen begriffen ist. Für Kubicki ist nicht nachzuvollziehen, dass in Bayern, dem Land mit den meisten Infektionen, Ministerpräsident Markus Söder einen R-Wert von 0,57 verkünde, während das RKI bundesweit einen Wert von 1,0 meldete.

Reproduktionszahl steigt ausgerechnet vor nächster Konferenz der Kanzlerin

Dieses fragwürdige Zahlenspiel würde noch dadurch verstärkt, dass die vom Helmholtz-Zentrum und der TU Ilmenau ermittelten Werte deutlich von den Schätzungen des RKI abwichen: „Der R-Wert des RKI steigt ausgerechnet zur Konferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten, bei der vor weiteren Lockerungen gewarnt werden soll.“[1]

Am Morgen des 29. April war Kubickis Aussage nur in einem Qualitäts-Medium zu finden, dem Focus. Alle anderen – bis auf www.nordbayern.de – gehören zu Organen, die als Desinformationsmedien eingestuft werden.[2]

[1] https://www.focus.de/finanzen/boerse/wirtschaftsticker/konjunktur-kubicki-kritisiert-rki-scharf-zahlen-wirken-politisch-motiviert_id_11933202.html

[2] www.trendsmap.com, www.glonaabot.de, www.glonaabot.de¸,newstral.com,theworldnews.net,de.nachrichten.yahoo.com,deutsch.rt.com

Die Redaktion: Wir danken Wolfgang Effenberger ganz herzlich für die Zusendung dieses Berichtes.

 

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